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IBM WebSphere Application Server Community Edition 2.0 auf Fedora 8 Der WebSphere Application Server Community Edition basiert auf der Apache Geronimo Technologie und benutzt folgende Open Source Software Komponenten:
![]() Installation:Unter Fedora 8 sollte man nicht die mit der Distribution ausgelieferte, freie Java-Implementierung IcedTea verwenden, sondern den WAS CE mit der IBM SDK 5 herunterladen. Nach dem Download das Paket zuerst mit tar entpacken und danach das Java RPM-Paket installieren. Falls dabei die Meldung Install libXp.so.6 is needed by ibm-java2-i386-sdk-5.0-5.0.i386 erscheint, kann einfach per yum install libXp die fehlende libXp nachinstalliert werden. tar jxvf wasce_ibm150sdk_setup-2.0.0.0-ia32linux.tar.bz2
rpm -ivh ibm-java2-i386-sdk-5.0-5.0.i386.rpm
Wird nun beim Starten des Installationsassistenten mit ./wasce_setup-2.0.0.0-unix.bin der Fehler
java: xcb_xlib.c:50: xcb_xlib_unlock: Assertion `c->xlib.lock' failed ausgegeben,
muss noch ein kleiner Workaround gemacht werden, da hier scheinbar ein Defect in der Verlinkung zur Xinerama-Extension vorliegt.
Tritt also beim Starten des Installers der obenstehende Fehler auf, einfach den folgenden Befehl eingeben:
sed -i 's/XINERAMA/FAKEEXTN/g' /opt/ibm/java2-i386-50/jre/bin/xawt/libmawt.soDanach sollte der Installer ohne Probleme per ./wasce_setup-2.0.0.0-unix.bin initialisiert werden können. Danke an dieser Stelle an Josh Triplett auf bugs.sun.com! Erste Schritte:nach der Installation kann WAS CE mit dem Kommando/opt/IBM/WebSphere/AppServerCommunityEdition/bin/startup.shgestartet werden. Der Verlauf des Starts wird dabei nach /opt/IBM/WebSphere/AppServerCommunityEdition/var/log/geronimo.out protokolliert - dort sind dann auch alle Ports ersichtlich, die benutzt werden. Standardmässig kann danach die Administrationskonsole unter http://localhost:8080/console oder https://localhost:8443/console mit dem Usernamen system und dem Passwort manager erreicht werden. mod_jk:WAS CE richtet automatisch einen Tomcat AJP Connector ein, der auf Port 8009 hört. Somit muss nur noch ein bereits installierter Apache Web Server dazu gebracht werden, Requests an Geronimo weiterzugeben. Dazu muss mod_jk installiert werden. Das Vorgehen dazu ist relativ simpel - nur die folgenden Schritte sind nötig: Installation der Apache Devel-Pakete und Download des Sources der aktuellen mod_jk Version: yum install httpd-devel
wget http://www.apache.org/dist/tomcat/tomcat-connectors/jk/source/tomcat-connectors-current-src.tar.gz
tar zxvf tomcat-connectors-current-src.tar.gz
Danach ins richtige Verzeichnis des Sourcecodes wechseln und das Ganze kompilieren und installieren. Zum Zeitpunkt, als ich diese Anleitung schrieb,
war die Version 1.2.25 aktuell:
cd tomcat-connectors-1.2.25-src/native
./configure --with-apxs=/usr/sbin/apxs
make && make install
Jetzt noch die benötigten Konfigurationen im Apachen einrichten: Zuerst das Laden des neu erzeugten Modules in der
httpd.conf und danach die Erstellung eines geronimo.conf-Files für die eigentliche Konfiguration.
vi /etc/httpd/conf/httpd.conf
[snip...]
LoadModule jk_module modules/mod_jk.so
[/snip...]
vi /etc/httpd/conf.d/geronimo.conf
<IfModule mod_jk.c>
JkWorkersFile /opt/IBM/WebSphere/AppServerCommunityEdition/var/config/workers.properties
JkLogFile /opt/IBM/WebSphere/AppServerCommunityEdition/var/log/mod_jk.log
JkLogLevel error
JkMount /console/* geronimo_ajp13
</IfModule>
In meiner Konfiguration werden also alle Requests, die an eine URL mit einem Kontext /console/ an den worker
geronimo_ajp13 geleitet. Damit dies funktioniert, muss nun noch eine workers.properties erstellt werden:
vi /opt/IBM/WebSphere/AppServerCommunityEdition/var/config/workers.properties
worker.list=geronimo_ajp13
worker.geronimo_ajp13.port=8009
worker.geronimo_ajp13.host=localhost
worker.geronimo_ajp13.type=ajp13
Jetzt einfach den Webserver mit
service httpd restartneu starten und die Konsole ist danach über den Webserver erreichbar. Die entsprechende URL für die Adminconsole wäre also in diesem Fallhttps://localhost:8443/console. Um weitere Applikationen über den HTTP-Server erreichbar zu machen, können einfach die entsprechenden JkMount-Einträge in der geronimo.conf gemacht werden. Nicht vergessen, nach einer Änderung an diesem File den Webserver neu zu starten, um die Einträge zu aktivieren. |